Einmal auf dem Gardasee mit dem eigenen Boot fahren, einen Badeausflug auf dem Bodensee machen oder entlang der Küste Kroatiens cruisen – drei Urlaubsgebiete mit unterschiedlichen Gewässern. Dabei ist Wasser nicht gleich Wasser. An der Küste herrschen andere Bedingungen als an einem See und auch die Seen geben Bootsfahrern unterschiedliche Voraussetzungen je nach Landschaft und Klima. Aus diesem Grund gelten in den einzelnen Regionen auch verschiedene Bestimmungen zur Bootsausstattung, um bei einem Notfall passend handeln zu können. Deshalb ist es wichtig, sich vor der Fahrt zum gewünschten Urlaubsziel über die vor Ort geltenden Regeln und Bestimmungen zum Verhalten auf dem Wasser und zur Mindestausstattung zu informieren.

Drei Gewässer, drei Bootsaussattungen

Wir nennen Beispiele und stellen drei Regionen mit ihren unterschiedlichen Anforderungen an die Bootsausstattung vor:

Gardasee

Direkt am Fuß der Alpen liegt der Lago di Garda mit rund 51 Kilometern Länge. Mit 370 Quadratkilometern Fläche und 346 Metern Tiefe weist er eine beachtliche Größe auf. Beliebt ist er vor allem wegen des dortigen milden Klimas und der reizvoll hohen Berge wie dem Monte Baldo. Wer auf dem Lago di Garda Boot fahren will, sollte auf die Bestimmungen der italienischen Binnengewässern achten und folgende Sicherheitsausstattung an Bord haben:

  • ohnmachtssichere Rettungswesten für jede Person
  • Feuerlöscher mit passender Brandklasse zum Motor
  • Signalmittel wie beispielsweise Handfackeln
  • Taschenlampe inklusive Batterien zum Wechseln
  • Erste-Hilfe-Kasten

Wichtig ist, dass die Rettungswesten CE-konform sind. Fürs Wasserski- und Wakeboard-Fahren gilt: Das Boot muss über Rückspiegel verfügen und einen nautischen Erste-Hilfe-Kasten mitführen.

Bodensee

Der Bodensee ist unter Bootfahrern einer der beliebtesten Seen in Deutschland. Mit 536 Quadratkilometern Fläche und rund 250 Metern Tiefe gilt er als der größte See im deutschsprachigen Raum. Wer auf dem Bodensee fahren möchte, muss zur eigenen Sicherheit einige Gegenstände an Bord haben. Verpflichtend sind:

  • Anker mit Leine oder Kette
  • Festmachleinen
  • Bootshaken
  • Paddel oder Riemen
  • Mundsignalhorn
  • Kompass
  • Rettungswesten für jede Person
  • Rettungsring mit Wurfleine
  • Notflagge und Notbeleuchtung
  • Werkzeug
  • Verbandskasten
  • Lenzeinrichtung
  • Feuerlöscher

Darüber hinaus ist die Beleuchtung fest vorgeschrieben: So muss der Bootsfahrer mit weißem Licht mindestens 2 Kilometer weit sehen können. Für grünes und rotes Licht sind 1,5 Kilometer ausreichend. Motorboote mit mehr als 6 PS Leistung benötigen neben dem Bug- und Hecklicht auch Seitenlichter mit bestimmten Abstrahlwinkeln.

Kroatische Küste

Inselhopping in Kroatien und Badeausflüge in glasklares Meerwasser – machbar mit geeigneter Ausstattung an Bord. Bezüglich der Bootsausstattung gilt in Kroatien: Nimm mindestens das mit, was das eigene Heimatland vorschreibt. Motorboote aus Deutschland führen also die Mindestausstattung mit sich, die in Deutschland vorgeschrieben ist. Zusätzlich sind Anker mit Leine, Festmacherleinen, Lenzeinrichtung, Werkzeug, Feuerlöscher, Taschenlampe und Co. in Küstengewässern wichtig und empfehlenswert.

Unsere Linktipps

Weitere Informationen zu Bestimmungen und Regelungen erhalten Sie auf der Website des Deutschen Motoryachtverbandes unter www.dmyv.de/toerninfo sowie auf der Website des ADAC unter skipper.adac.de/reviere.

Zubehör für Ihr Boot

Sie benötigen noch Rettungswesten, Anker oder Festmacherleinen? Wir statten Ihr Boot gerne mit passendem Zubehör aus.

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